Eigentlich liebe ich ja das Meer heiß und innig, speziell in den nördlicheren Gefilden. So ist Ostfriesland fast meine zweite Heimat. Umso erstaunlicher ist, dass ich es bis ins hohe Alter nicht geschafft habe, mal eine größere Seereise zu unternehmen. Wobei ich aber auch sagen muss, dass Kreuzfahrten mit formalem Dresscode und schickem Captain’s Dinner nicht wirklich mein Ding sind. Aber eine Reise mit einem Hurtigruten-Postschiff ist da schon was Anderes. Auf dem Radar die Hurtigrute schon eine ganze Zeit, aber zu einer Reise hat es irgendwie noch nicht gereicht, irgendwas war immer. Zu teuer – ich bin Schwabe – keine Zeit oder was weiß ich was.

Jetzt oder nie!

Im vergangenen Herbst war ich wieder mal auf der Hurtigruten-Website unterwegs. Und siehe da, es gab ein Angebot für Alleinreisende, bei dem im Frühjahr kein Einzelkabinenzuschlag fällig wurde. Nach einigem Hin-und-Her-Überlegen und Lesen auf unzähligen Websites und Foren und stand der Entschluss fest – ich mache die Reise! Gesagt getan, ich ich habe mir ein Schiff und einen Termin ausgesucht und die Reise gebucht. Sie beginnt am 9. April in Bergen und endet am 20. April wieder in Bergen. In diesen zwölf Tagen geht es mit der MS Finnmarken>>>, einem der neueren und größeren Postschiffe, entlang der norwegischen Westküste, über den Polarkreis und vorbei am Nordkap bis nach Kirkenes an der russischen Grenze und wieder zurück. Dabei werden auf der Nord-und Südroute jeweils vierunddreißig Häfen angelaufen, mit unterschiedlich langen Stopps. Teilweise wird nur eine Viertelstunde zum Be- und Entladen angehalten, teilweise auch mehrere Stunden, sodass Zeit für Landgänge bleibt.

Und wie komme ich hin?

Jetzt stellte sich noch die Frage der An- und Abreise. Ich wollte unbedingt mit der Bergen-Bahn von Oslo nach Bergen oder umgekehrt fahren. Was man so hört und liest, soll das wohl eine ziemlich spektakuläre Bahnfahrt sein. Der ursprüngliche Plan war, nach Oslo zu fliegen, den Zug nach Bergen zu nehmen und von Bergen dann wieder nach Hause zu fliegen. Aber nach einigem Überlegen, unter Einbeziehung diverser Vorlieben und Befindlichkeiten, habe ich den Plan verworfen und beschlossen, das Auto zu nehmen. Ja, ich weiß, zumindest zeit-mäßig ist das natürlich die aufwändigste Art der Anreise. Aber so bleibt mir auch mehr Zeit in Bergen und Oslo. Ich werde also am 7.April losfahren und in Wankendorf vor den Toren Kiels in Schlüters Gasthof übernachten. Unterwegs in Kassel gibt’s dann noch einen Kaffeeklatsch mit einem früheren Kollegen.Tags drauf stelle ich mein Auto in einer Parkhalle ab und bekomme eine Shuttle-Fahrt nach Kiel zum Fähranleger. Mit dem Schiff geht es dann nach Oslo und direkt weiter mit dem Zug nach Bergen. Die Rückreise ist dann umgekehrt auf derselben Route, planmäßig bin ich dann am 23. April wieder zu Hause. Ich hoffe, dass ich es bis 20:00 schaffe, denn in Mönsheim tritt der schwäbische Kabarettist Christoph Sonntag auf und den würde ich ungern verpassen.

Und das ist die Tour im Groben;

HR

StepMap HR

Und jetzt heißt es warten auf die Reiseunterlagen.

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Lothar Hahn

mein Name ist Lothar, Jahrgang 1955, Schwabe mit Leib und Seele. Ich bin gern unterwegs, interessiert an Kunst und Kultur, der Fotografie, dem Computer und an Fußball.

Hier will ich Geschichten von unterwegs schreiben. Sehenswertes, Kulturelles, Interessantes und Spannendes.

Viel Spaß beim Lesen!

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