Auf dem Rückweg nach Süden haben wir einen kurzen Stop von einer Stunde in Hammerfest eingelegt. Hammerfest wirbt immer noch mit dem Attribut „Nördlichste Stadt der Welt“, obwohl die Nordkap-Gemeinde Honningsvåg seit ein paar Jahren den Stadt-Status hat und etwas nördlicher ist als Hammerfest.

 

Der Eisbärenclub

Direkt im Hafen befindet sich der Eisbärenclub. Dort ist eine Ausstellung, in der über die Geschichte Hammerfests als Fang- und Handelsstadt informiert wird. Die Jagdexpeditionen auf nach Eisbären, Robben und Walrossen gingen von Hammerfest aus in Richtung Spitzbergen oder Franz-Josef-Land.

IEisbaerenclubn diesem Eisbärenclub, The Royal and Ancient Polar Bear Society, wie der Club offiziell heißt, kann man auch Mitglied werden. Voraussetzung dafür ist persönliches Erscheinen. Dadurch wird der Club natürlich schon ein bischen elitär. Unser Reiseleiter auf der Finnmarken erzählte, der Mitgliedsantrag von Arnold Schwarzenegger wurde abgelehnt, weil er nicht selbst gekommen ist. Ich dachte dann so bei mir, wenn ich schon mal da bin, kann ich dem Club auch beitreten. Der Beitrag kostet einmalig 200 Kronen, die für den Betrieb der Ausstellung verwendet werden. Dafür bekommt man einen Ausweis mit Mitgliedsnummer (ich bin 253963), der künftig freien Eintritt zur Ausstellung und Rabatt auf alle Souvenirs gewährt. Und es gibt einen netten Pin für die Jacke, einen Aufkleber und, ganz wichtig, eine vom Bürgermeister unterschriebene Urkunde. Ebenso kann man sich aktiv in den Club einbringen, zum Beispiel durch Teilnahme der jährlich im Januar in Hammerfest stattfindenden Hauptversammlung.

Mehr Zeit blieb für Hammerfest nicht, also wieder zurück auf die Finnmarken.

 

Musik zur Mitternacht

wir fuhren weiter nach Tromsø, wo wir kurz vor Mitternacht angekommen sind. Wie schon berichtet, ging es dann direkt zu dem sehr schönen Mitternachtskonzert in der Eismeerkathedrale, Direkt danach ging es weiter südwärts in Richtung der Lofoten.

 

Safari im Raftsund

Gegen 16:00 kamen wir im Raftsund. Der Raftsund ist eine Wasserstraße, die die Inselgruppen der Vesterålen und der Lofoten trennt. Und hier im Raftsund begann dann unsere Seeadler-Safari. Angekündigt wurde die Safari von unserem Reiseleiter ein wenig wie eine Stuntshow. Das heißt, im Raftsund kommt das Safari-Boot längsseits und wir steigen während der Fahrt von der Finnmarken in das Safari-Boot um. Und die Leute, die nicht mitfahren, sollen sich das Ganze von der Reling aus anschauen. Soweit die Ankündigung. Das Safari-Boot kam dann auch längsseits, aber dann stoppten beide Schiffe. Vom Autodeck der Finnmarken wurden dann eine Metallplanke mit Handläufen zum Safari-Boot gelegt, über die wir dann umgestiegen sind. Das war natürlich nicht einmal ansatzweise ein Stunt. Da ist das Ausbooten bei einer Helgolandfahrt erheblich spannender. Na ja…

 

Möwen und ein paar Adler

Adler über dem Raftsund

Adler über dem Raftsund

Ziel der Safari war die Beobachtung von Seeadlern. Tatsächlich kamen immer mal wieder welche, die sich aber nicht lange aufhielten. Die Besatzung des Safari-Bootes warf immer Fische ins Wasser, wenn Adler in der Nähe waren. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass Adler in der Nähe waren, war, dass sich die zahlreichen Möwen aus dem Staub machten.

Schreihals über dem Raftsund

Schreihals über dem Raftsund

Alles in allem ein sehr vergnüglicher Ausflug, der dann in Svolvær, der größten Stadt auf den Lofoten, endete.

 

Was’n Stress

… zumindest für mich und noch ein paar andere. In Svolvær haben wir auf das Einlaufen der Finnmarken gewartet, um dann mit dem Bus eine Tour über die Lofoten zu machen. In Henningsvær haben wir dabei einen ausgedehnteren Stop gemacht. Ich glaube, Henningsvær ist so das Vorzeige-Fischerdorf. es gibt Stockfisch, bunte Holzhäuser, halt alles, was man so erwarten würden. Sieht schön aus, ohne kitschig zu sein.

Die Lofoten selbst bestehen aus grob achtzig Inseln, die teilweise mit Brücken und Tunnels miteinander verbunden sind. Die Strecke, auf der wir unterwegs waren, war sehr schön, teils idyllisch, teils wild-romantisch. Es lohnt sich, auf den Lofoten mehr Zeit zu verbringen, als nur ein paar Stunden. Unser Ausflug endete in Stamsund, wo die Finnmarken bereits wartete.

Stockfisch

Stockfisch

In Henningsvær

In Henningsvær

 

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Lothar Hahn

mein Name ist Lothar, Jahrgang 1955, Schwabe mit Leib und Seele. Ich bin gern unterwegs, interessiert an Kunst und Kultur, der Fotografie, dem Computer und an Fußball.

Hier will ich Geschichten von unterwegs schreiben. Sehenswertes, Kulturelles, Interessantes und Spannendes.

Viel Spaß beim Lesen!

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