Es ist geschafft, Bergen ist nach drei Etappen der Anreise mit Auto, Schiff und Zug erreicht.

 

Mit dem Auto nach Kiel

Genauer gesagt nach Wankendorf zu Schlüter’s Gasthof. Dort habe ich mich für eine Nacht einquartiert. Gefunden habe ich den Gasthof im Internet. Sah dort eigentlich ganz nett aus. Ist er auch, außer man kommt mittwochs an. Dann ist der Gasthof geschlossen! Aber es gibt einen Seiteneingang. Drin findet man dann einen Zettel mit seinem Namen und der Zimmernummer, der Schlüssel steckt in der Zimmertür. Das Zimmer selbst war klein, aber nach aktuellem Stand der Mode eingerichtet. Nur das Fernseherchen hätte etwas größer sein dürfen, angesichts des Championsleauge-Abends.

Für das Abendessen hingen Empfehlungen für Gasthöfe in den Nachbarorten aus. Alternativ gab es einen Imbissstand bei einem Supermarkt. Aber wer will schon Currywurst auf so einer Reise. Nicht das ich was gegen Currywürste habe, ganz im Gegenteil. Aber mir war eher nach Schnitzel oder Fisch. Und ein Schnitzel wurde es dann auch.

Parken im Gewächshaus

Nach einem guten Frühstück ging es dann einen Ort weiter nach Nettelsee. Dort habe ich im World Wide Web ein Parkmöglichkeit gefunden. Gestolpert bin ich über den Namen „Parken zum Hafen Kiel“. Angeboten wurde das Parken in einer Halle und Bring- und Holservice zum Color Line-Anleger. Hörte sich alles gut an, deshalb habe ich dort gebucht. Dort angekommen staunte ich nicht schlecht. Ich war in einer stillgelegten Gärtnerei! Der Geschäftsführer, ein sehr netter, älterer Herr empfing mich und erklärte, wie alles funktioniert. Und so parke ich jetzt für die nächsten zwei Wochen im Gewächshaus.

Die Fahrt nach Kiel war sehr kurzweilig. Herr K. erklärte mir, warum er keinen Salat mehr zieht sondern Parkplätze vermietet und was es für ein Heidenaufwand ist, mit seiner Parkfirma bei Google auf die erste Seite zu kommen.

Mit dem Schiff nach Oslo

Smoke on the Water

Smoke on the Water

Herr K. setzte mich am Color Line-Terminal ab. Der Check-in am Automat funktioniert sowas von einfach, ich war ganz begeistert. Auch das Boarding ging reibungslos vonstatten. Überall war Personal postiert, das einem den Weg zu richtigen Aufzug und in der richtigen Gang wies. Meine Innenkabine war klein aber fein, mehr braucht es für eine Nacht nicht. Ich bin dann ein wenig über die Promenade geschlendert. Hier gibt’s einfach alles. Show, Essen, Trinken, Shopping. Man hat hier nicht das Gefühl, auf einem Schiff zu sein.

 

 

Die Überfahrt selbst dauerte zwanzig Sunden und war ruhig. Keine Action auf der Ostsee. Pünktlich vormittags um zehn haben wir in Oslo festgemacht. Und die Erwartungen aus das

Color Magic Promenade

Color Magic Promenade

Wetter in April wurden sogleich übertroffen. Es war nicht windig, es stürmte. Es war nicht kalt, es war saukalt. Und unnötig zu erwähnen, dass es regnete. Aber ich wusste ja, auf was ich mich einlasse, insofern alles kein Problem.

Ein Problem war da schon eher das Wegkommen vom Schiffsanleger. Es sollte ein Bus mit Hurtigruten-Logo da sein. Es waren zwar viele Busse da, aber keins mit dem Hurtigruten-Logo. Hinter den vielen Bussen muss aber irgendein System stecken, denn die meisten Leute gingen zielgerichtet zu einem Bus. Ich konnte zwar kein System erkennen, der das muss ja nichts heißen.

Nachdem ich ein paar Leute gefragt hatte, wurde ich in einen Bus gesetzt. Man versicherte mir, der würde mich zum Hauptbahnhof bringen. Ich war mir da aber nicht so sicher, da niemand sonst in den Bus einstieg. Aber, irgendwann ging es los zu Bahnhof, mit einem 50-Personen-Bus mit mir als einzigem Passagier!

Nach Bergen mit dem Zug

Die Fahrt nach Bergen war leider nicht so der Bringer. Das Wetter war überwiegend schlecht, aber man konnte schon die Schönheiten entlang der Strecke erahnen. Zum Beispiel die Hardangervidda-Hochebene, hier war alles grau in grau, ein Horizont war nicht zu erkennen. Himmel und Erde waren sozusagen eins. Es ging durch schroffe Felslandschaften, teilweise weit oben entlang wilder Bäche. Ich hoffe, dass ich auf der Rückfahrt mehr Glück mit dem Wetter habe und auch ein paar nette Bilder machen kann. Hier ein kleiner Eindruck.

Unwirtliches, faszinierendes Norwegen

Unwirtliches, faszinierendes Norwegen

Aber in Bergen, der Regenhauptstadt Europas, war das Wetter bestens. Sonnig und einigermaßen warm. Zum Abschluss des Tages gab es dann noch lecker Essen und ein lecker Carlsberg im Kitchen & Table, einem Restaurant in der Nähe meines Hotels.

Das Beitragsbild ist ein allererster Eindruck von Bergen. Am Samstag habe ich noch Zeit, Bergen zu erkunden, dann gibt’s mehr Bilder.

 

 

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Lothar Hahn

mein Name ist Lothar, Jahrgang 1955, Schwabe mit Leib und Seele. Ich bin gern unterwegs, interessiert an Kunst und Kultur, der Fotografie, dem Computer und an Fußball.

Hier will ich Geschichten von unterwegs schreiben. Sehenswertes, Kulturelles, Interessantes und Spannendes.

Viel Spaß beim Lesen!

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