Auf dem Weg zum Nordkap hatten wir noch einen längeren Stop in Tromsø. Tromsø ist die größte norwegische Stadt nördlich des Polarkreises und nennt sich selbst „Das Tor zum Eismeer“. Viele der großen Polarforscher wie Roald Amundsen brachen von hier aus zu ihren Expeditionen in die Arktis und die Antarktis auf. Auch heute noch beginnen Forschungsreisen in diese Gebiete häufig in Tromsø und Polarforschungsinstitute haben hier ihren Sitz.

 

Dummerweise Ausflug gebucht

Ich habe bei Hurtigruten einen Ausflug per Bus durch Tromsø und zur Eismeerkathedrale gebucht. Bis auf die Kathedrale war das ein Flop. Was ich vom Durchfahren gesehen habe, ist Tromsø ein nettes Städtchen. Allerdings haben wir da nicht angehalten, sondern sind lieber am nördlichsten Krankenhaus, der nördlichsten Universität und der nördlichsten keine Ahnung was vorbeigefahren 🙁 Überhaupt hat Tromsø vermutlich von Allem das nördlichste. Na ja, das Entdeckerfieber und das Gefühl des großen Abenteuers konnte auf nach dieser Stadtrundfahrt jedenfalls nicht auf mich übergreifen.

Fazit: Tromsø sollte man auf eigene Faust erkunden!

 

Die Eismeerkathedrale

Die Eismeerkathedrale

Die Eismeerkathedrale

Diese Kirche ist das Wahrzeichen der Stadt und sieht aus wie aneinandergeschichtete Eisplatten. Gleichzeitig soll die Form des Baus an die Behausungen der samischen Urbevölkerung erinnern. „Kathedrale“ suggeriert dabei, dass es sich um ein größeres Bauwerk handelt. Tatsächlich ist die Kirche eher klein und sehr schlicht mit viel Holz im Inneren. Den Abschluss der Kirche bildet ein Buntglasfenster, das zu den größten Glasgemälden in Europa gehört.

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Buntglasfenster in der Eismeerkathedrale

Während wir die Kathedrale besucht haben, war der Organist gerade am Üben. Die Akustik hat mich derart begeistert, dass ich bei Hurtigruten sofort das Mitternachtskonzert gebucht habe, das bei unserem zweiten Stop in Tromsø auf der Südroute speziell für uns stattfand. Wir haben dabei um 23:45 in Tromsø festgemacht und sind dann mit drei Bussen zur Eismeerkathedrale gefahren worden. Die Kirche war mit Kerzen sehr stimmungsvoll beleuchtet. Eine Sängerin, ein Hornist und ein Pianist musizierten dann eine Stunde für uns. Das Repertoire reichte dabei von klassischen Liedern, teilweise jazzig angehaucht, bis zu norwegischen Volksliedern. Das war Extraklasse!

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Lothar Hahn

mein Name ist Lothar, Jahrgang 1955, Schwabe mit Leib und Seele. Ich bin gern unterwegs, interessiert an Kunst und Kultur, der Fotografie, dem Computer und an Fußball.

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